2020

Exkursion des Heppenheimer Geschichtsvereins nach Frankfurt Höchst

08.03.2020, 8:47 Uhr bis 08.03.2020, 17:13 Uhr, Frankfurt Höchst

Schlacht bei Höchst (Ausschnitt) Merian 1622

Die Anreise am 8. März nach Frankfurt-Höchst wird mit dem Zug erfolgen. Abfahrt in Heppenheim 8:47 Uhr, Rückkehr vorrausichtlich um 17:13 Uhr. Die Fahrtkosten betragen bei Nutzung des  RMV-Gruppentickets  5 Euro pro Person. Die Kosten für die Führungen und Eintritte übernimmt der Heppenheimer Geschichts. Um Anmeldung bis 29.2. mit Angabe der Personen wird gebeten bei Karlheinz Mulzer: km-geschi-v@t-online.de

Bei dem Ausflug wird während einer Führung die Altstadt mit neuem und altem Schloß, Adelshöfen, Stadtmühle, historischem Hafen und Bolongaropalast vorgestellt werden. Es schließt sich eine detaillierte Besichtigung der im Kern karolingischen Justinuskirche an. Nach der Mittagspause schließlich das Porzellanmuseum mit Exponaten der Werkstücke, die einst mit den Produkten aus Meißen konkurrieren wollten.

Die Mainzer Bischöfe nutzten das auf einem Felsplateau gelegene Höchst, das urkundlich erstmalig 790 im Lorscher Codex als ‚hostat‘ (Hohe Stätte) erwähnt wurde, als Zollstelle am Zusammenfluss von Nidda und Main. Höchst war somit eine Sperrspitze des Kurfürstentums, gerichtet auf die freie Reichsstadt Frankfurt.

Großes hatte der Mainzer Bischof Emmerich Josef von Breitenbach zu Bürresheim mit Höchst vor. Er, der die Heppenheimer Starkenburg 1765 dem Verfall Preis gab, wollte Höchst in eine spätbarocke Idealstadt verwandeln. Anfängliche Bebauungen rund um den Bolongaropalast weisen auf dieses letztlich gescheiterte Unterfangen hin. Doch noch heute spiegelt sich die besondere Bedeutung des historischen Höchsts in seinen drei teilerhaltenen Schlössern und nicht zuletzt in einer der ältesten Kirche unseres Kulturraums, der Justinuskirche aus dem 8. Jh.

Höchst war aber auch bereits früh eine Stadt der Industrie. So wurde die zweite Porzellanmanufaktur Deutschlands 1746 hier eröffnet. Andere Dimensionen der industriellen Entwicklung wurden später mit den ‚Farbwerken Höchst‘ erklommen. Erst 1928 verlor Höchst seine Selbstständigkeit und wurde der Stadt Frankfurt eingegliedert.

Höchst aus Merian Topographia Archiepiscopatuum Moguntinensis 1635